Geistige Behinderung und ICT
Informatik und Menschen mit einer geistigen Behinderung
Menschen mit einer Lernbehinderung oder einer geistigen Behinderung stehen oft am gesellschaftlichen Rand. Gerade wenn es darum geht, Kommunikations- und Informationstechnologien zu Nutzen stehen diese oft vor unüberwindbaren Grenzen: Eine Mehrheit aller Informationen im Internet sind fast ausschliesslich in schriftlicher Form verfügbar, diese sind zudem oft in einer anspruchsvollen Schreibweise verfasst. Hinzu kommen grafische Elemente zur Gestaltung von Informationen, welche oft keinen direkten Bezug zum Inhalt haben. Der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien kann heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte elementare Kulturtechnik bezeichnet werden. Ein Leben mit möglichst weit gehender Aktivität und Selbständigkeit, mit möglichst grossem Handlungsspielraum und Partizipationsmöglichkeiten ist in unserer Informationsgesellschaft ohne Nutzung der ICT kaum mehr denkbar. Es gibt jedoch einige Angebote, Internetseiten, Softwareprogramme und Projekte, welche gerade Menschen mit kognitiven Behinderungen als Zielgruppe haben. In diesem Dossier sollen einige davon vorgestellt werden.
Wissenschaftliche Aufarbeitung
Es gibt im deutschsprachigen Raum kaum empirische Studien zum Thema Internet und geistige Behinderung. Diese Lücke wird teilweise geschlossen durch die vorliegende Publikation, welche alltags- und praxistaugliche Ergebnisse liefert.
Barrierefreies Internet für Menschen mit geistiger Behinderung, Tobias Bernasconi, 2009
